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Die Videos zum Webinar

«Wie schafft Technologie Gemeinschaft und wie funktioniert dabei digitale Führung?».

Diesen Fragen sind wir in unserem letzten Webinar nachgegangen und setzten uns in einem spannenden Diskurs damit auseinander, wie in Zeiten Coronas die Hürden für den sozialen Austausch überwunden werden können und wie digitale Führung in einem solchen Rahmen aussehen kann. Welche Rolle Emotionen auf der Arbeit spielen, wie wichtig Vertrauen dabei ist, Bindung zu schaffen und was virtuelle Coffee-Chats mit digital Leadership zu tun haben, wo aber auch die Grenzen einer solchen digitalen Gesellschaft liegen.

Einblicke dazu eröffneten Dr. Susanne Dröscher (Co-CEO CARU AG), Sonja Wollkopf (Managing Director Greater Zurich Area) und Dr. Christoph Nabholz (Head Life & Behavior R&D Swiss Re), die Ihre Erfahrungen aus dem Alltag, den Herausforderungen für Ihre Arbeit und den Umgang damit in Ihrem Team, mit Ihren Kunden aber auch in Ihrem privaten Leben mit uns teilten.

Moderiert von Senem Wicki (Zukunftsforscherin), Einführung/Schlusswort Rosmarie Michel (ThinkTank FEMALE SHIFT).

Vollständige Version:

Kurzversion:

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Leadership in Crisis: Die neue Welt nach und mit Corona

FEMALE SHIFT – VIRTUELLES GEDANKENTANKEN?

NEHMEN SIE TEIL AM ERSTEN Think Tank FEMALE SHIFT-Webinar

Am 17.8.2020 von 17-18.00 Uhr (online)


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In Corona veritas – warum die Corona-Krise auch eine Krise für Frauen ist

Die Corona Pandemie wirkt wie ein BRENNGLAS. So wie wir den den Ausdruck «in vino veritas» damit verbinden, dass das Trinken von Alkohol vermeintlich die Zunge löst und wir damit Dinge sagen, die wir uns sonst vielleicht nicht zu sagen trauen, so deckt – so meine These – die Corona Pandemie Dinge auf, die wir teilweise vielleicht schon wussten oder vermuteten, die aber nun mit einer Heftigkeit an die Oberfläche gespült werden, dass ein Wegschauen oder Wegdrücken schwierig bis unmöglich wird. Vielleicht war dies aber auch noch nie sinnvoll? Welche «WAHRHEITEN» zeigen sich unter diesem Brennglas?

Pure Zahlen und die Wahrheiten dahinter

In China wurde das Virus erstmals offiziell im Dezember 2019 entdeckt und In Europa leben wir jetzt seit knapp 5 Monaten mit ihm und seinen Folgen. Das sind erst 5 Monate und doch fühlt es sich an wie eine Ewigkeit. Wir haben uns in der Schweiz mittlerweile an Masken im ÖV gewöhnt, auch die Bilder der Politiker im Fernsehen mit ihren schwarzen oder weissen Masken gehören zum Alltag. Fussballspiele oder Fernsehshows ohne Publikum sind nichts Ungewöhnliches mehr, ganz zu schweigen von den täglichen Video- Calls mit den Kollegen oder Kolleginnen.

Wenn ich mal annehme, dass die aktuellen Zahlen des SRF stimmen, dann sprechen wir derzeit weltweit von 14’500’000 Menschen (Stand 20 Juli), die sich mit dem Virus angesteckt haben, davon circa 2.5 Mio. in Europa. Es gibt bereits mehr als 606’000 Todesfälle weltweit und davon 200.000 in Europa. Um dies einmal ein wenig anschaulicher zu machen: Zweimal die Einwohnerzahl der Schweiz sind oder waren infiziert, und eine Stadt so gross wie Zürich ist an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahlen sind ein Zwischenbericht und beim Lesen schon nicht mehr aktuell.
Aber was hat der Corona Virus gesellschaftlich aufgedeckt? Eine Perspektive, die es sich lohnt zu erforschen…
Was sicher wahr ist, ist dass es weltweit und auch innerhalb Europas starke Unterschiede im Umgang mit der Pandemie und der Bewältigung ihrer Auswirkungen gab und gibt. Dies verwundert sicher nicht, denn natürlich hat dies mit dem Ausbau und Standard des Gesundheitssystems zu tun und mit der Finanzkraft der jeweiligen Länder. Die Gelder, die in der Schweiz oder auch Deutschland in die Wirtschaft und an die jeweiligen Einwohner geflossen sind, waren weltweit sicher einmalig. Spannend, aber auch gut begründbar, ist die offensichtlich gute Krisenbewältigung der Länder Taiwan und Südkorea. Diese beiden Länder sind pandemieerfahren und haben aus den jeweiligen Situationen gelernt, um eine gewisse Resilienz aufzubauen. So schreibt das IWF in Kiel: «Taiwan und Südkorea hatten nach ihren Erfahrungen mit den Viruskrankheiten SARS 2002/2003 bzw. MERS 2015 ihre Behörden zur Krisenbekämpfung reformiert und nun zur Bekämpfung von Covid-19 mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet. So konnten die Behörden rasch zentral gesteuerte, effektive Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise ergreifen und diese zwischen Ministerien, öffentlichen Einrichtungen, Krankenhäusern, Unternehmen und der Öffentlichkeit koordinieren.»

Es gäbe viele andere Aspekte und deren aufgedeckten Wahrheiten zu beleuchten, aber mich interessiert im Zusammenhang mit FEMALE SHIFT natürlich vor allem der Aspekt der Frau und der Gesellschaft und die vermeintlichen Wahrheiten in diesem Zusammenhang.

Frauen in der Corona Krise

In Corona veritas! Also, was hat die Corona Pandemie in Bezug auf Frauen gezeigt – deren Rolle und Realitäten in der Gesellschaft, Wirtschaft, Familie?

Zunächst ein Blick zu den ganz existentiellen gesundheitlichen Folgen: «Frauen sterben seltener an der neuartigen Coronavirus-Erkrankung und bei ihnen treten weniger Komplikationen auf als bei Männern. Ein ähnliches Muster war bei den SARS- und MERS-Ausbrüchen zu beobachten. Doch über die Gründe ist bisher nur wenig bekannt.» (so die Firma Roche)
Obwohl sie der Infektion stärker ausgesetzt sind als Männer, da sie prozentual zum Beispiel mit höherem Anteil in den systemrelevanten Berufen wie Pflege, Einzelhandel etc. arbeiten, zeigen die Daten, dass Frauen weniger häufig an der Krankheit sterben.
In einer Studie von Roche zeigten sich den Daten zufolge, dass in Italien 70% der Todesfälle durch COVID-19 bei Männern auftraten (Stand: 26. März 2020). Die Sterblichkeitsrate von Männern ist in anderen Ländern ebenfalls höher. Die Zahlen schwanken zwischen 53% in Südkorea bis hin zu 72% in Spanien der intensivmedizinisch behandelten Fälle Männer. Die Gründe werden derzeit erforscht. Ersten Vermutungen nach, scheint die WAHRHEIT im unterschiedlichen Immunsystem oder auch dem Hormonhaushalt von Männern und Frauen zu liegen, denn diese gehen unterschiedlich mit dem Virus um.

«Veritas» der Corona Krise ist aber auch, dass Frauen strukturell mehr gelitten haben und (immer noch) leiden als Männer. Ein Blick auf die Ausführungen der UN Deutschland zeigt: Frauen haben wirtschaftlich, sexuell gewaltbedingt in Familien und gesundheitlich Nachteile in Kauf nehmen müssen und tun dies immer noch.

Um mal die wirtschaftlichen Nachteile gemäss dieser Studie aufzugreifen: (Auszug aus der Studie)

  • Die Pflege von Familienmitgliedern und die Kinderbetreuung übernehmen meist Frauen. Während dieser Zeit können die betroffenen Frauen nicht mehr in vollem Umfang einer bezahlten Arbeit nachgehen, was unmittelbar und langfristig erhebliche ökonomische Konsequenzen haben kann.
  • Die ersten Entlassungswellen wegen der COVID-19 Pandemie betrafen vor allem Sektoren, in denen Frauen überrepräsentiert sind, wie Einzelhandel, Gastgewerbe und Tourismus. Nach Pandemien und Krisen brauchen Frauen meist erheblich länger als Männer, um in Erwerbstätigkeit zurückzufinden.
  • Frauen arbeiten weltweit zu einem großen Teil im informellen Sektor und in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Sie sind deshalb häufig nicht krankenversichert und können einen Verdienstausfall nicht abfedern. So können sie nicht mehr für sich und ihre Familie aufkommen.
  • Selbst wenn Schulen und Arbeitsplätze nicht geschlossen sind, wird es für viele Frauen immer schwieriger ihre Pflegebürde und Bildung/ Beruf zu vereinen – mit erheblichen finanziellen Langzeitfolgen: Die Erfahrung zeigt, dass Pandemien das Armutsrisiko für Frauen erheblich steigern.

Hier gibt es Handlungsbedarf und bereits bekannte «Wahrheiten» wurden durch die Krise nur weiter an die Oberfläche gespült.
Politik und Wirtschaft sind hier gefordert (aber auch jede einzelne Frau!), sich in der Auseinandersetzung mit dem Partner oder der/dem Vorgesetzten und KollegInnen nicht von alten Kulturmustern und Normen die «Butter vom Brot» nehmen zu lassen.

Krise als Chance für Frauen

Krise ist aber immer auch eine Chance. Wir kennen diesen Satz. Und wenn wir dem Entwicklungspsychologen Erik Erkison folgen, der KRISE als entwicklungsspezifischen Übergang zwischen zwei Zuständen erklärt, dann bekommt die Corona-Krise zum Schluss meiner Gedanken vielleicht noch eine spannende Ergänzung.
Wenn wir diesen Gedanken also mal weiterverfolgen, dann zeigt sich auch, dass einige Frauen im Leadership der jeweiligen Staaten einen anderen Führungsstil gezeigt haben und damit vermeintlich besser die Krise für ihr Land bewältigt haben. So schreibt die NEW YORK TIMES im Mai im Artikel «Why Are Women-Led Nations Doing Better With Covid-19?» auf die Frage, warum Frauen es «besser» gemacht haben: “What we learned with Covid is that, actually, a different kind of leader can be very beneficial,” (….)“Perhaps people will learn to recognize and value risk averse, caring and thoughtful leaders.” Und kommt dann zum Schluss: “A new leadership style offers promise for a new era of global threats.»
Zeigt sich hier also eine Wahrheit, dass Frauen die besseren Leader sind? Aus meiner Sicht ist dies zu kurz gedacht, denn erstens ist diese Aussage zu pauschal und zweitens zu geschlechtsspezifisch. Es ist aber durchaus lohnenswert sich mit der Frage zu beschäftigen, welche vielleicht weiblichen Aspekte der Führung zum Tragen kamen und kein Widerspruch zu den männlichen sind, sondern eine kontextbezogene sinnvolle gleichberechtigte Daseinsberechtigung haben und vor allem erfolgsversprechend sind. Und inwieweit es Männer ggf. schwerer haben, ihre weiblichen Aspekte in der Führung zu zeigen, da sie als Mann noch mehr die geschlechtsspezifischen Erwartungen an maskuline Führung erfüllen wollen (oder müssen?).

Was ist nun der Kontext? Der Kontext war und ist hohe Dynamik, hohe Unsicherheit, wenig Erfahrungswissen, hohe Komplexität. Es hat sich an der Führung von Bundeskanzerlin Angela Merkel oder auch der immer wieder zitierten Neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern gezeigt, dass risikoscheue, fürsorgliche und umsichtige Führungspersönlichkeiten in solchen Kontexten «besser» sind. Und sie waren demütig genug, um sich sehr divers beraten zu lassen. Ich empfehle hier den Artikel der NY Times: https://www.nytimes.com/2020/05/15/world/coronavirus-women-leaders.html).
Die These des Artikels ist, dass Frauen sich leichter tun, diese eher weiblichen Aspekte in Ergänzung ihrer auch männlichen Führungsqualitäten wie Durchsetzung und Fokus zu leben, da sie geschlechtsspezifische Erwartungen nicht erfüllen «mussten».

Männliche Führungskräfte können natürlich geschlechtsspezifische Erwartungen überwinden, und viele haben das auch getan. Aber für Frauen kann es politisch weniger kostspielig sein, dies zu tun, weil sie nicht gegen die wahrgenommenen Geschlechternormen verstoßen müssen, um eine vorsichtige, defensive Politik zu betreiben (so die NEW YORK TIMES).
Warum ist diese «WAHRHEIT» nun so relevant? Weil wir nicht nur während der Corona Krise in dieser komplexen, unsicheren und hoch dynamischen Welt leben, sondern seit Jahren zunehmend die Welt so erleben. Folglich kann und wird dieser Führungsstil in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft immer wertvoller. Hier steckt eine Chance für Frauen und Männer die verkrusteten maskulinen Führungsstile endgültig ad absurdum zu führen.

In Corona vertitas! Lassen sie uns gemeinsam hinschauen – also Veränderungen wahrnehmen – und unseren Teil der Verantwortung tragen und aus diesen «Wahrheiten» Lehren ziehen, um daraus für die Gegenwart und Zukunft zu lernen.
Damit wir nicht morgen mit einem Kater aufwachen, um beim Bild von «in vino vertitas» zu enden, sondern die «Wahrheiten» als Aufforderung zum Handeln verstehen.


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Was hat ein erfolgreicher Umgang von Corona (COVID-19) mit weiblicher Führungsqualität zu tun?

Entdecken Sie im folgenden Artikel der englischen Forbes, wie es bemerkenswerten Frauen in der Regierung gelingt, ihre Länder sicher durch die Corona-Krise zu führen und dabei Verantwortung zu übernehmen.

https://www.forbes.com/sites/avivahwittenbergcox/2020/04/13/what-do-countries-with-the-best-coronavirus-reponses-have-in-common-women-leaders/#489285253dec

Spannende Beispiele für eine neue Narrative!


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Die Welt nach Corona

Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei” ist

www.horx.com und www.zukunftsinstitut.de.

Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird”, und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.

Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können. Dafür möchte ich Ihnen eine Übung anbieten, mit der wir in Visionsprozessen bei Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nennen sie die RE-Gnose. Im Gegensatz zur PRO-Gnose schauen wir mit dieser Technik nicht »in die Zukunft«. Sondern von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute. Klingt verrückt? Versuchen wir es einmal:

Die Re-Gnose: Unsere Welt im Herbst 2020

Stellen wir uns eine Situation im Herbst vor, sagen wir im September 2020. Wir sitzen in einem Straßencafe in einer Großstadt. Es ist warm, und auf der Strasse bewegen sich wieder Menschen. Bewegen sie sich anders? Ist alles so wie früher? Schmeckt der Wein, der Cocktail, der Kaffee, wieder wie früher? Wie damals vor Corona?
Oder sogar besser?
Worüber werden wir uns rückblickend wundern?

Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zu Vereinsamung führten. Im Gegenteil. Nach einer ersten Schockstarre fühlten viele von sich sogar erleichtert, dass das viele Rennen, Reden, Kommunizieren auf Multikanälen plötzlich zu einem Halt kam. Verzichte müssen nicht unbedingt Verlust bedeuten, sondern können sogar neue Möglichkeitsräume eröffnen. Das hat schon mancher erlebt, der zum Beispiel Intervallfasten probierte – und dem plötzlich das Essen wieder schmeckte. Paradoxerweise erzeugte die körperliche Distanz, die der Virus erzwang, gleichzeitig neue Nähe. Wir haben Menschen kennengelernt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Wir haben alte Freunde wieder häufiger kontaktiert, Bindungen verstärkt, die lose und locker geworden waren. Familien, Nachbarn, Freunde, sind näher gerückt und haben bisweilen sogar verborgene Konflikte gelöst.

Die gesellschaftliche Höflichkeit, die wir vorher zunehmend vermissten, stieg an.

Jetzt im Herbst 2020 herrscht bei Fussballspielen eine ganz andere Stimmung als im Frühjahr, als es jede Menge Massen-Wut-Pöbeleien gab. Wir wundern uns, warum das so ist.

Wir werden uns wundern, wie schnell sich plötzlich Kulturtechniken des Digitalen in der Praxis bewährten. Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten (der Business-Flieger war besser) stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus. Lehrer lernten eine Menge über Internet-Teaching. Das Homeoffice wurde für Viele zu einer Selbstverständlichkeit – einschließlich des Improvisierens und Zeit-Jonglierens, das damit verbunden ist.

Gleichzeitig erlebten scheinbar veraltete Kulturtechniken eine Renaissance. Plötzlich erwischte man nicht nur den Anrufbeantworter, wenn man anrief, sondern real vorhandene Menschen. Das Virus brachte eine neue Kultur des Langtelefonieren ohne Second Screen hervor. Auch die »messages« selbst bekamen plötzlich eine neue Bedeutung. Man kommunizierte wieder wirklich. Man ließ niemanden mehr zappeln. Man hielt niemanden mehr hin. So entstand eine neue Kultur der Erreichbarkeit. Der Verbindlichkeit.

Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe kamen, auch junge Menschen, machten plötzlich ausgiebige Spaziergänge (ein Wort, das vorher eher ein Fremdwort war). Bücher lesen wurde plötzlich zum Kult.

Reality Shows wirkten plötzlich grottenpeinlich. Der ganze Trivial-Trash, der unendliche Seelenmüll, der durch alle Kanäle strömte. Nein, er verschwand nicht völlig. Aber er verlor rasend an Wert.
Kann sich jemand noch an den Political-Correctness-Streit erinnern? Die unendlich vielen Kulturkriege um … ja um was ging da eigentlich?

Krisen wirken vor allem dadurch, dass sie alte Phänomene auflösen, über-flüssig machen…
Zynismus, diese lässige Art, sich die Welt durch Abwertung vom Leibe zu halten, war plötzlich reichlich out.
Die Übertreibungs-Angst-Hysterie in den Medien hielt sich, nach einem kurzen ersten Ausbruch, in Grenzen.

Nebenbei erreichte auch die unendliche Flut grausamster Krimi-Serien ihren Tipping Point.

Wir werden uns wundern, dass schließlich doch schon im Sommer Medikamente gefunden wurden, die die Überlebensrate erhöhten. Dadurch wurden die Todesraten gesenkt und Corona wurde zu einem Virus, mit dem wir eben umgehen müssen – ähnlich wie die Grippe und die vielen anderen Krankheiten. Medizinischer Fortschritt half. Aber wir haben auch erfahren: Nicht so sehr die Technik, sondern die Veränderung sozialer Verhaltensformen war das Entscheidende. Dass Menschen trotz radikaler Einschränkungen solidarisch und konstruktiv bleiben konnten, gab den Ausschlag. Die human-soziale Intelligenz hat geholfen. Die vielgepriesene Künstliche Intelligenz, die ja bekanntlich alles lösen kann, hat dagegen in Sachen Corona nur begrenzt gewirkt.

Damit hat sich das Verhältnis zwischen Technologie und Kultur verschoben. Vor der Krise schien Technologie das Allheilmittel, Träger aller Utopien. Kein Mensch – oder nur noch wenige Hartgesottene – glauben heute noch an die große digitale Erlösung. Der große Technik-Hype ist vorbei. Wir richten unsere Aufmerksamkeiten wieder mehr auf die humanen Fragen: Was ist der Mensch? Was sind wir füreinander?

Wir staunen rückwärts, wieviel Humor und Mitmenschlichkeit in den Tagen des Virus tatsächlich entstanden ist.

Wir werden uns wundern, wie weit die Ökonomie schrumpfen konnte, ohne dass so etwas wie »Zusammenbruch« tatsächlich passierte, der vorher bei jeder noch so kleinen Steuererhöhung und jedem staatlichen Eingriff beschworen wurde. Obwohl es einen »schwarzen April« gab, einen tiefen Konjunktureinbruch und einen Börseneinbruch von 50 Prozent, obwohl viele Unternehmen pleitegingen, schrumpften oder in etwas völlig anderes mutierten, kam es nie zum Nullpunkt. Als wäre Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sogar träumen kann.

Heute im Herbst, gibt es wieder eine Weltwirtschaft. Aber die Globale Just-in-Time-Produktion, mit riesigen verzweigten Wertschöpfungsketten, bei denen Millionen Einzelteile über den Planeten gekarrt werden, hat sich überlebt. Sie wird gerade demontiert und neu konfiguriert. Überall in den Produktionen und Service-Einrichtungen wachsen wieder Zwischenlager, Depots, Reserven. Ortsnahe Produktionen boomen, Netzwerke werden lokalisiert, das Handwerk erlebt eine Renaissance. Das Global-System driftet in Richtung GloKALisierung: Lokalisierung des Globalen.

Wir werden uns wundern, dass sogar die Vermögensverluste durch den Börseneinbruch nicht so schmerzen, wie es sich am Anfang anfühlte. In der neuen Welt spielt Vermögen plötzlich nicht mehr die entscheidende Rolle. Wichtiger sind gute Nachbarn und ein blühender Gemüsegarten.

Könnte es sein, dass das Virus unser Leben in eine Richtung geändert hat, in die es sich sowieso verändern wollte?

RE-Gnose: Gegenwartsbewältigung durch Zukunfts-Sprung

Warum wirkt diese Art der »Von-Vorne-Szenarios« so irritierend anders als eine klassische Prognose? Das hängt mit den spezifischen Eigenschaften unseres Zukunfts-Sinns zusammen. Wenn wir »in die Zukunft« schauen, sehen wir ja meistens nur die Gefahren und Probleme »auf uns zukommen«, die sich zu unüberwindbaren Barrieren türmen. Wie eine Lokomotive aus dem Tunnel, die uns überfährt. Diese Angst-Barriere trennt uns von der Zukunft. Deshalb sind Horror-Zukünfte immer am Einfachsten darzustellen.

Re-Gnosen bilden hingegen eine Erkenntnis-Schleife, in der wir uns selbst, unseren inneren Wandel, in die Zukunftsrechnung einbeziehen. Wir setzen uns innerlich mit der Zukunft in Verbindung, und dadurch entsteht eine Brücke zwischen Heute und Morgen. Es entsteht ein »Future Mind« – Zukunfts-Bewusstheit.

Wenn man das richtig macht, entsteht so etwas wie Zukunfts-Intelligenz. Wir sind in der Lage, nicht nur die äußeren »Events«, sondern auch die inneren Adaptionen, mit denen wir auf eine veränderte Welt reagieren, zu antizipieren.

Das fühlt sich schon ganz anders an als eine Prognose, die in ihrem apodiktischen Charakter immer etwas Totes, Steriles hat. Wir verlassen die Angststarre und geraten wieder in die Lebendigkeit, die zu jeder wahren Zukunft gehört.

Wir alle kennen das Gefühl der geglückten Angstüberwindung. Wenn wir für eine Behandlung zum Zahnarzt gehen, sind wir schon lange vorher besorgt. Wir verlieren auf dem Zahnarztstuhl die Kontrolle und das schmerzt, bevor es überhaupt wehtut. In der Antizipation dieses Gefühls steigern wir uns in Ängste hinein, die uns völlig überwältigen können. Wenn wir dann allerdings die Prozedur überstanden haben, kommt es zum Coping-Gefühl: Die Welt wirkt wieder jung und frisch und wir sind plötzlich voller Tatendrang.

Coping heißt: bewältigen. Neurobiologisch wird dabei das Angst-Adrenalin durch Dopamin ersetzt, eine Art körpereigener Zukunfts-Droge. Während uns Adrenalin zu Flucht oder Kampf anleitet (was auf dem Zahnarztstuhl nicht so richtig produktiv ist, ebenso wenig wie beim Kampf gegen Corona), öffnet Dopamin unsere Hirnsynapsen: Wir sind gespannt auf das Kommende, neugierig, vorausschauend. Wenn wir einen gesunden Dopamin-Spiegel haben, schmieden wir Pläne, haben Visionen, die uns in die vorausschauende Handlung bringen.

Erstaunlicherweise machen viele in der Corona-Krise genau diese Erfahrung. Aus einem massiven Kontrollverlust wird plötzlich ein regelrechter Rausch des Positiven. Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit und Angst entsteht eine innere Kraft. Die Welt »endet«, aber in der Erfahrung, dass wir immer noch da sind, entsteht eine Art Neu-Sein im Inneren.

Mitten im Shut-Down der Zivilisation laufen wir durch Wälder oder Parks, oder über fast leere Plätze. Aber das ist keine Apokalypse, sondern ein Neuanfang.

So erweist sich: Wandel beginnt als verändertes Muster von Erwartungen, von Wahr-Nehmungen und Welt-Verbindungen. Dabei ist es manchmal gerade der Bruch mit den Routinen, dem Gewohnten, der unseren Zukunfts-Sinn wieder freisetzt. Die Vorstellung und Gewissheit, dass alles ganz anders sein könnte – auch im Besseren.

Vielleicht werden wir uns sogar wundern, dass Trump im November abgewählt wird. Die AFD zeigt ernsthafte Zerfransens-Erscheinungen, weil eine bösartige, spaltende Politik nicht zu einer Corona-Welt passt. In der Corona-Krise wurde deutlich, dass diejenigen, die Menschen gegeneinander aufhetzen wollen, zu echten Zukunftsfragen nichts beizutragen haben. Wenn es ernst wird, wird das Destruktive deutlich, das im Populismus wohnt.

Politik in ihrem Ur-Sinne als Formung gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten bekam in dieser Krise eine neue Glaubwürdigkeit, eine neue Legitimität. Gerade weil sie »autoritär« handeln musste, schuf Politik Vertrauen ins Gesellschaftliche. Auch die Wissenschaft hat in der Bewährungskrise eine erstaunliche Renaissance erlebt. Virologen und Epidemiologen wurden zu Medienstars, aber auch »futuristische« Philosophen, Soziologen, Psychologen, Anthropologen, die vorher eher am Rande der polarisierten Debatten standen, bekamen wieder Stimme und Gewicht.

Fake News hingegen verloren rapide an Marktwert. Auch Verschwörungstheorien wirkten plötzlich wie Ladenhüter, obwohl sie wie saures Bier angeboten wurden.

Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger

Tiefe Krisen weisen obendrein auf ein weiteres Grundprinzip des Wandels hin: Die Trend-Gegentrend-Synthese.

Die neue Welt nach Corona – oder besser mit Corona – entsteht aus der Disruption des Megatrends Konnektivität. Politisch-ökonomisch wird dieses Phänomen auch »Globalisierung« genannt. Die Unterbrechung der Konnektivität – durch Grenzschließungen, Separationen, Abschottungen, Quarantänen – führt aber nicht zu einem Abschaffen der Verbindungen. Sondern zu einer Neuorganisation der Konnektome, die unsere Welt zusammenhalten und in die Zukunft tragen. Es kommt zu einem Phasensprung der sozio-ökonomischen Systeme.

Die kommende Welt wird Distanz wieder schätzen – und gerade dadurch Verbundenheit qualitativer gestalten. Autonomie und Abhängigkeit, Öffnung und Schließung, werden neu ausbalanciert. Dadurch kann die Welt komplexer, zugleich aber auch stabiler werden. Diese Umformung ist weitgehend ein blinder evolutionärer Prozess – weil das eine scheitert, setzt sich das Neue, überlebensfähig, durch. Das macht einen zunächst schwindelig, aber dann erweist es seinen inneren Sinn: Zukunftsfähig ist das, was die Paradoxien auf einer neuen Ebene verbindet.

Dieser Prozess der Komplexierung – nicht zu verwechseln mit Komplizierung – kann aber auch von Menschen bewusst gestaltet werden. Diejenigen, die das können, die die Sprache der kommenden Komplexität sprechen, werden die Führer von Morgen sein. Die werdenden Hoffnungsträger. Die kommenden Gretas.

„Wir werden durch Corona unsere gesamte Einstellung gegenüber dem Leben anpassen – im Sinne unserer Existenz als Lebewesen inmitten anderer Lebensformen.”

Slavo Zizek im Höhepunkt der Coronakrise Mitte März

Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO&sub2;-Ausstoss der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen.

Wenn das Virus so etwas kann – können wir das womöglich auch? Vielleicht war der Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt.

Aber sie kann sich neu erfinden.
System reset.
Cool down!
Musik auf den Balkonen!

So geht Zukunft.

https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

 


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Es gibt noch viel zu tun

SRF, DOK, 5.3.2020


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Die Gedanken sind frei – Warum Verantwortung genau dort anfängt!

«Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten…» So beginnt ein sehr altes Volkslied aus dem 19. Jahrhundert, welches in der Geschichte immer wieder zu einem politischen Lied wurde. Ein Lied gegen politische Unterdrückung und als Ausdruck für die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit. Angeblich hat Sophie Scholl dieses Lied an den Gefängnismauern auf einer Blockflöte gespielt, als ihr Vater im Jahr 1942 wegen hitlerkritischer Äusserungen inhaftiert wurde.

Heute leben wir hier in der Schweiz sicher in keiner Unterdrückung. Dennoch lohnt es sich der Bedeutung dieses Satzes ein wenig «Gedankenraum» zu geben, denn ich glaube, wir leben in Zeiten, in denen wir uns dem Thema «Unabhängigkeit» widmen sollten.

«Die Gedanken sind frei…» Wir dürfen denken, was wir wollen. Aber tun wir das auch? Wie unabhängig DENKEN wir? In Zeiten von Filterblasen im Internet, neuen Formen, Methoden und Tools in Sachen «Brainhacking» oder dem sogenannten Technokapitalismus sind wir als Menschheit sicher aufgefordert diesem Thema Aufmerksamkeit zu geben, um unsere menschliche «Unabhängigkeit» zu bewahren. Oder müssen wir sie uns bereits zurückerobern?
Aber wir müssen gar nicht nur in die Zukunft schauen. Bleiben wir im «Gedankenraum» doch mal bei uns heute als Individuen: Wir sind als Mensch zu 90% des Tages unbewusst unterwegs. Die circa 60.000 Gedanken, die wir am Tag so denken, könnten wir gar nicht bewusst erleben. Wir würden ja wahnsinnig. ABER: Wir sollten Verantwortung für unsere GedankenMUSTER übernehmen.

Warum? Die berühmten Sätze aus dem Talmud machen dies deutlich, wie ich finde:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Es ist also wichtig, was wir denken und wir sollten uns dessen bewusst sein oder es uns bewusst machen.

Gedanken und Emotionen hängen dabei natürlich ursächlich sehr eng beieinander. Denn es findet auf eine Situation hin immer eine (oft unbewusste) Denk-Bewertung statt, gepaart mit Emotionen/Gefühlen (Angst, Freude, Ärger, Trauer, Liebe…). Also: Situation – Emotion & Denken – Handeln. Und dies geschieht rasend schnell – oft eben auch unbewusst. Und somit sind die Gedanken nicht ganz «frei», denn sie sind gekoppelt mit Emotionen & Gefühlen.

Wie wir denken, fühlen und handeln, lernen wir. Ja, wir sind soziale Wesen und lernen sehr früh in unserer Kindheit uns in das soziale Gefüge (erstmal Familie, dann Gruppe, Schule, später Beziehungen und Berufswelt) einzufügen und uns anzupassen. Somit beeinflusst unsere Sozialisierung unseren Denk-Bewertungsprozess.
Aber dies entbindet uns nicht als erwachsene Menschen die Verantwortung für unsere Gefühle & Gedanken zu übernehmen ggf. eine Neubewertung vorzunehmen. Hier fängt Selbstführung an.

Viktor Frankl schreibt: „Zwischen Stimulus, Reiz, und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum ist unsere Macht, unsere Reaktion zu wählen.

Diese Macht unserer Reaktion ist mächtig und sie macht uns verantwortlich. Hier können und dürfen wir uns nicht «wegducken».

Machen Sie einen kleinen Selbsttest. Was denken Sie zum Beispiel am ehesten zum Thema «Arbeit» (entlehnt dem Buch: «Haltung entscheidet» von Martin Parmantier)

  1. Arbeit ist ein notwendiges Übel.
  2. Nur wer arbeitet, hat Anspruch auf Glück und Anerkennung.
  3. Wer viel arbeitet, hat viel verdient.
  4. Die Arbeit zeigt, wer ich bin.
  5. Meine Arbeit soll zu meinen Werten und meinem Lebensstil passen.
  6. Mit meiner Arbeit bin ich Teil eines sinnvollen Wandlungsprozesses.

Ihr (unbewusst) gewählter Gedankenraum wird Ihre Worte, Handlungen und Schicksal bestimmen oder zumindest stark beeinflussen. Die Denkmuster wären durch die unterschiedliche Sozialisierung sicher von Leser/In zu Leser/In verschieden und die Worte, Taten auch.

Im Gedankenmuster liegt aber auch ganz viel Freiheit und das Potential zur Unabhängigkeit, wenn wir uns dessen bewusst sind und uns diese Freiheit nehmen. Wir leben heute hier in der Schweiz in einem Land, wo wir solche Denk-Haltungen – mögen sie auch noch so sozial erwünscht sein – kontextbezogen individuell anpassen dürfen und können. Ganz im Sinne der mentalen Agilität. Hier wird Verantwortung zum Gestaltungsraum. Denn wir könnten diesen Selbsttest jetzt auf alle möglichen anderen Themen weiterspinnen: Zukunft, Mann/Frau, Erziehung, Natur, die Andren etc.

Sind Ihre Gedankenräume zeitgemäss? Denken Sie, was Sie denken wollen? So oder so: Sie tragen Verantwortung.

In der Summe prägen unsere gemeinsamen Denk-Haltungen natürlich auch unser gemeinsames, kollektives Schicksal. Und hier ist das Thema der Unabhängigkeit des Denkens wieder brandaktuell.

Im Sinne des FEMALE SHIFTS sind wir aufgefordert «Veränderungen wahrzunehmen und Verantwortung zu übernehmen.» Christine Kloess schreibt in ihrem Buch «ICH BIN» den passenden Satz: «Je mehr wir wissen, desto mehr kommen wir in die Verantwortung».

«Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten. Sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten, Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschiessen. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei»

Sind wir so frei? Wir sind so frei! Stellen wir uns der Verantwortung!


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Fe-Male for Future


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In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. Monique R. Siegel

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von

Dr. Monique R. Siegel

12. Februar 1939 – 9. Juni 2019
Founder und Chefredaktion

Nach dem Motto: Veränderung wahrnehmen – Verantwortung übernehmen, hat Monique Siegel als Vordenkerin und Vermittlerin ihre neuen Projekte in Wort und Schrift entwickelt und damit Generationen von Frauen zu neuem Denken angeregt.
Wir werden sie sehr vermissen und ihre Botschaft nicht vergessen.

 

ThinkTank FEMALE SHIFT
Im Namen des Teams:
Rosmarie Michel, Präsidentin
Niederdorfstr. 90
8001 Zürich


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Meet our event partner for 9 April 2019!

9 April 2019: We welcome our event partner!

We are delighted to have Schroder & Co Bank AG as our partner for this event. The Bank has been a member of the ThinkTank practically from the beginning, and we gratefully remember its CEO, Adrian Nösberger, as having been our very first storyteller at our very first event at the GDI in June 2016.

Schroder & Co Bank AG is a Swiss Bank fully owned by Schroders plc, a British global asset manager founded in 1804 with CHF 529 billion (31.12.19) AUMA. The founding Schroder family still holds over 47% of the voting shares.

Operating in Switzerland since 1967, Schroder & Co Bank AG focus on the requirements of discerning private clients, external asset managers and charities. With head-office in Zurich and a branch in Geneva, the bank employs around 250 people and administers CHF 48 billion for Schroders Group’s companies. We take a long-term investment approach, putting our clients at the centre of everything we do.

Visit us on: https://www.schroders.com/en/ch/wealth-management/

 


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