«Think Different: Auf die Verrückten, die Aussenseiter, die Rebellen, die Störenfriede, die runden Nägel in eckigen Löchern, diejenigen, welche die Dinge anders sehen. Sie mögen keine Regeln. Und sie haben keinen Respekt vor dem Status quo. Man kann sie zitieren, ihnen widersprechen, sie verherrlichen oder verteufeln. Aber das Einzige, was man nicht tun kann, ist sie zu ignorieren. Denn sie verändern die Dinge. Sie treiben Menschen voran. Und während einige sie als die Verrückten sehen mögen, sehen wir das Genie. Denn die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, könnten die Welt verändern und sind diejenigen, die es tun.» – Übersetzt aus dem Apple-Spot «Think Different» von TBWA\Chiat\Day, Los Angeles

Mit diesen Worten begrüssen wir Sie zum neuen Abschnitt des Jahres 2021 und laden Sie herzlich dazu ein, auch in diesem Jahr am Diskurs und dem gemeinsamen Austausch des ThinkTanks teilzunehmen, die Verantwortung in die eigene Hand zu nehmen und gemeinsam den «Status quo» herauszufordern. Dafür haben wir für Sie ein paar erste gedankliche Anregungen im Folgenden zusammengestellt.

Die Startup-Novizin mit ihren drei Söhnen

Frauenporträt: Angelica Kohlmann, Verwaltungsratspräsidentin und Gründerin von Bloom Diagnostics

Gerne würden wir Sie auf einen spannenden Beitrag über Angelica Kohlmann aufmerksam machen. Die Deutsch-Brasilianerin, aus einer Unternehmerfamilie stammend, hat zusammen mit ihren drei Söhnen in Zürich eine Startup-Firma gegründet, die das Testen, zum Beispiel auf Covid-19-Antikörper, zu Hause etablieren soll. Die Idee hinter Bloom Diagnostics ist, das Testen von Blutproben nicht nur Fachpersonen zu überlassen, sondern es auch zu Hause zu ermöglichen.

Hinter dieser innovativen Idee liegt der Hintergrund einer langjährigen medizinischen Ausbildung, Erfahrungen im pharmakologischen Bereich und Tätigkeiten in diversen Verwaltungsräten (u.a. wurde Kohlmann 2018 in den Verwaltungsrat des Basler Pharmazulieferers Lonza gewählt). Aber auch die jahrelange Ausübung als Unternehmensberaterin untermalen Angelica Kohlmanns Wissen und Fähigkeiten. Welche Rolle dabei die eigene Familie, insbesondere ihre Söhne, spielten, erfahren Sie detaillierter im folgenden Artikel der NZZ:

https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-startup-novizin-mit-ihren-drei-soehnen-ld.1587486

Vereidigung von Kamala Harris

Am 20. Januar wird Kamala Harris als erste Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten vereidigt. Lassen wir uns diesen historischen Moment mit ein paar Eckdaten ihres Lebens rekapitulieren:

  • Kamala Harris ist in Kalifornien in gut situierten Verhältnissen aufgewachsen.
  • Ihr Weg führte Sie nach Washington, wo sie an der Harvard Universität studierte. Zurück in Kalifornien war sie Bezirksstaatsanwältin in San Francisco und später Staatsanwältin und Justizministerin des Gliedstaates Kalifornien.
  • 2016 ist sie in den Senat gewählt worden. Berühmt wurde sie dort vor allem durch ihre politischen Kreuzverhöre.
  • Vor zwei Jahren hat Kamala Harris ihre Präsidentschaftskandidatur bekannt gegeben. Seither wurde sie als Favoritin gehandelt, denn sie hat Charisma und sie ist eine der bekanntesten Politikerinnen der USA.
  • In Umfragen konnte sie jedoch nicht bis an die Spitze vordringen, und so hat sie ihre Bewerbung zurückgezogen.
  • 20 Monate später steht sie als Vizepräsidentin an der Seite von Joe Biden.

Hören Sie sich den Podcast von «NZZ Akzent» in voller Länge an:
https://www.nzz.ch/podcast/kamala-harris-ihr-weg-ins-vizepraesidentenamt-nzz-akzent-ld.1586226

(Bild: Jose Carlos Fajardo/Bay Area News Group)

Ein Blick in die Schweizer Politik…

«Der neue Stadtrat wird ab 2022 weiblicher sein als heute»

In Zürich wird die neunköpfige Regierung am 13. Februar 2022 neu besetzt. Selten war die Ausgangslage so spannend. Bereits ein Jahr vor der eigentlichen Wahl laufen die Diskussionen in den Parteien, Findungskommissionen und Medien auf Hochtouren. Welche Kandidatinnen und Kandidaten werden für die Wahlen antreten? Wer präsidiert das Neugremium in Zukunft? Eines ist jedoch schon heute sicher: Es werden mehr Frauen vertreten sein.
Als grösste Partei der Stadt hat sich die SP zum Ziel gesetzt, ihren vierten Sitz mit einem «ausgewogenen Ticket» zurückzuerobern. Die FDP möchte in ihrem Dreierticket mit einer Frau punkten und auch bei den Grünen, der GLP und der SVP sorgen einige Kandidatinnen und Kandidaten für Gesprächsstoff. Bei dieser Wahl haben weniger der Linksrutsch und die Grüne-Welle für Aufsehen gesorgt, so wie dies bei den Wahlen 2019 der Fall war, sondern die ausgewogene Aufstellung der Kandidierenden. Eine Politbühne, die divers aufgestellt ist, bietet für die Stadt Zürich die Basis für mehr Innovation und Entwicklung. So kann doch erfahrungsgemäss Vielfalt die Lösungskompetenz fördern.

Die detaillierte Beschreibung der Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat 2022 finden Sie unter folgendem Link in der NZZ:
https://www.nzz.ch/zuerich/wahlen-stadt-zuerich-2022-die-ausgangslage-in-der-uebersicht-ld.1595900?mktcid=nled&mktcval=165_2021-01-13&kid=_2021-1-12&ga=1#subtitle-sp-die-schmach-vergessen-machen-second

Gedankenanregungen aus der ThinkTank FEMALE SHIFT Community

Artikel von Mitglied Angela Hornberg
Versicherer Allianz will Schluss machen mit der Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern

Zwischen Männern und Frauen klafft in Deutschland nach wie vor eine Gehaltslücke. Mit einem Pilotprojekt will die Allianz Ungerechtigkeiten beseitigen – bis hinauf zur Chefetage. Das neuen Prüfverfahren Universal Fair Pay Check setzt eine Analysesoftware ein, die den gesetzlichen Transparenzpflichten der Skandinavier oder Grossbritanniens entspricht.
Die FPI-Gründerin und Wirtschaftsexpertin Henrike von Platen erklärt sich den Missstand wie folgt: «Zu beobachten ist, dass sich Lohnlücken weniger im Tarifgehaltsbereich zeigen, wo es klare Regeln zur Eingruppierung in Gehaltsklassen gibt, sondern dort, wo Führungs- und Fachkräfte ihre Vergütung frei verhandeln».

Welche Risiken die Analysesoftware mit sich bringt und wie sich der weibliche Talentpool vergrössern lässt, lesen Sie unter folgendem Link im Handelsblatt:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/gender-pay-gap-versicherer-allianz-will-schluss-machen-mit-der-gehaltsluecke-zwischen-den-geschlechtern/26301844.html?ticket=ST-10462960-46YjXc5hDScpNXBhrFWb-ap1

Buchempfehlung von den Lesern Kaspar und Antoinette Müller
«Aufbruch ist eines, und Weitergehen ist etwas anderes» – Autorinnen Evelyne Zinsstag und Dolores Zoé Bertschinger, eFeF-Verlag

Das Buch beschreibt in zwei Teilen die Geschichte der Frauen von der SAFFA 58 (zweite Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit) bis hin zum Tagungszentrum Boldern, das zum Frauenzentrum Zürich geworden ist.

Im Buch sind drei Lebensläufe von bedeutenden Frauen im Rahmen der ökumenischen (säkularen und kirchlichen) Frauenbewegung in der Deutschschweiz beschrieben: Ruth Epting, Else Kähler und Marga Bührig.

Ist Ihr Interesse geweckt, dann finden Sie hier den Link zum Buch: https://www.efefverlag.ch/product/aufbruch-ist-eins-und-weitergehen-ist-etwas-anderes/

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