“Was darf die Satire?” hiess die rhetorische Frage, die mein Lieblingsschriftsteller Kurt Tucholsky stellte und mit “alles” gleich selbst beantwortete. So weit möchte ich gar nicht gehen, aber das Risiko, auf ironische Weise das Weltgeschehen zu kommentieren, besteht bei  mir schon. Dazu gilt es festzuhalten: Auf dieser Seite werden Sie meine persönliche Meinung lesen – sie kann, muss aber nicht zwingend die Meinung des Vorstands sein. Okay? Okay!

Kaleidoscope

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„No one will ever mistake you for a politician“

Sie ist eine der arriviertesten Kolumnistinnen, die Pulitzer-Preis-Gewinnerin Maureen Dowd, und regelmässig zu lesen in der New York Times. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, was sie in vielen scharfzüngigen Kolumnen bewiesen hat und wovon die “Ehemaligen”, die Präsidenten Clinton oder George W. Bush (den sie meistens nur als “W.” bezeichnete), ein Lied singen könnten. Präsident Obama bot nicht so viele Angriffsflächen, doch Hillary Clinton in ihren Augen um so mehr.

Aber nun hat sie in der Figur des derzeitigen Präsidenten ein neues Objekt gefunden, wie sie mit ihrem Beitrag vom 26. März in der «SundayReview» der NYT in Form eines persönlichen Briefes an den Präsidenten unmissverständlich zeigt. Solange der jetzige Bewohner im Weissen Haus residiert, wird ihr der Stoff garantiert nicht ausgehen. Ein Zitat? Gern:

“You know how you said at campaign rallies that you did not like being identified as a politician? Don’t worry. No one will ever mistake you for a politician. After this past week, they won’t even mistake you for a top-notch negotiator.”

Maureen Dowd
26. März 2017


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MRS
MRSFounder and Editor-in-Chief ThinkTank FEMALE SHIFT