Today

Wir wollen gemeinsam Lösungen erarbeiten – Männer und Frauen auf Augenhöhe. Das heisst für uns, dass wir uns unverzüglich – also Today – an die Arbeit machen müssen.

Today – Tomorrow – Yesterday

Das Einbeziehen von gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen, die wir als «Megatrends» kennen, hilft uns dabei. Viele Überlegungen verwandeln sich in konkrete Projekte, die ihre Zeit brauchen, aber immerhin «Work-in-Progress» sind; es ist uns ein Anliegen, dass die «Ethik» dabei nicht auf der Strecke bleibt.

Was bedeutet das für Sie?
Wir bieten Ihnen Möglichkeiten für einen fruchtbaren Dialog. Wir möchten Ihnen Gelegenheit geben, Ihre Lösungen bekannt zu machen, oder Probleme und Bedürfnisse Ihrer Firma oder Ihrer Branche zur Diskussion zu bringen. Oder vielleicht möchten Sie von unserem Experten-Pool Gebrauch machen, an Veranstaltungen neue Impulse empfangen oder anhand einer Studie neue Erkenntnisse gewinnen. Reden Sie mit uns. Wir wollen neue Wege gehen – zusammen mit Ihnen!

Da Sie nicht alles lesen, sehen oder hören können, werden wir Sie immer wieder auf Produkte aus der Medienwelt aufmerksam machen, die wir als MUST bezeichnen.

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«Focus Iran: Wagemut in Kunst und Kultur»

An der Zensur vorbei: Iranische Fotografen, in erster Linie aber Fotografinnen, werfen einen ganz eigenen, geradezu radikalen Blick auf ihr Land, von dem es heisst, dass gut zwei Drittel der Frauen dort einen Hochschulabschluss haben. Es sind Kulturschaffende, die sich nach der Islamischen Revolution von 1979 entschieden haben, in ihrem Land zu bleiben.

Besonders interessant: Begegnungen zwischen Männern und Frauen. Von Insiderinnen fotografiert und kommentiert, beeindruckt und überrascht der Film, indem er ein realistisches, zeitgenössisches Bild vermittelt, das uns einiges über Möglichkeiten und Beschränkungen im Leben von Frauen im Iran zeigt.

http://www.arte.tv/de/videos/071480-000-A/focus-iran?autoplay=1

arte: 54 Min.; Video verfügbar bis 12. August


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Kein Andrang in der US-Ethik-Behörde

“There isn’t much more I could accomplish at the Office of Government Ethics, given the current situation. O.G.E.’s recent experiences have made it clear that the ethics program needs to be strengthened.”

Mit dieser kaum verschleierten Kritik begründet der derzeitige Direktor des Office of Government Ethics in Washington seine Kündigung. Nachdem Walter M. Shaub Jr. sich mehrfach mit Mitarbeitern und Bestimmungen der Behörden des derzeitigen US-Präsidenten angelegt hat, sieht er keine Möglichkeiten mehr, sein Amt so auszuführen, wie er es zuvor unter Präsident Obama getan hat. Der hatte ihn 2013 für diesen Posten ausgesucht.

Obwohl die Amtszeit Shaubs erst im Januar 2018 ausläuft, wird er sein Büro vorzeitig verlassen. Der 46-Jährige hat bereits einen attraktiven Posten, der auf ihn wartet, und ist realistisch genug zu wissen, dass er nach seiner Kündigung noch weniger als zuvor bewirken könnte.

Eine Warteschlange für seine Nachfolge existiert indessen zur Zeit (noch?) nicht…


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Amtsenthebungsphantasien? Lesen Sie zuvor noch schnell diesen Beitrag!

Susan Rice, (l.), ehem. amerikanische Sicherheitsberaterin,
Foto: Pete Souza

Bei vielen Menschen, die den Auftritt des derzeitigen amerikanischen Präsidenten am 1. Juni mit Wut und Frustration, Angst und Ungläubigkeit verfolgt haben, hat sich danach der Wunsch nach seiner Amtserhebung manifestiert oder sogar intensiviert.

Verständlich. Aber inwieweit würde das eine Antwort sein? Lesen Sie, was Susan E. Rice, ehemalige nationale Sicherheitsberaterin von Präsident Obama (2013-2017) und UN-Botschafterin der USA (2009-2013) als Folge des Auftritts im Rose Garden des Weissen Hauses, sieht – Konsequenzen, die weit über die Folgen für den Klimawandel hinausgehen.

Ebenso lesenswert ist der Beitrag in der «New York Times» vom 28. Mai. Unter dem Titel «Do We Really Want Mike Pence to Be President?» liefert Stephen Rodrick eine Analyse des amerikanischen Vizepräsidenten.
Hmm. Wollen Sie das wirklich?

Und dann wäre da noch Artikel Nr. 3: der «Speaker of the House» Paul Ryan, 47 und erstaunlich in seiner „Elastizität der Überzeugungen“, die man im Sommer 2016 in Bezug auf den amerikanischen Wahlkampf geortet hat und die ich in meinem Beitrag im Journal 21 kommentiert habe..

Und nun haben SIE die Wahl, falls es eine ist und überhaupt eine gibt…


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Wenn Aktionäre von ihrer Stimme Gebrauch machen

Das könnte spannend werden:

Die Stiftung Ethos fordert Investoren auf, an der Generalversammlung von Royal Dutch Shell am 23. Mai 2017 FÜR Traktandum 21 zu stimmen. Die Aktionärsvereinigung „Follow this“ hat einen Aktionärsantrag eingereicht, der von Shell fordert, Treibhausgasreduktionsziele zu setzen, die mit den Zielen des Pariser Übereinkommens, die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Ära zu begrenzen, vereinbar sind.

Die Stiftung Ethos fordert Investoren auf, an der Generalversammlung von Royal Dutch Shell am 23. Mai 2017 FÜR Traktandum 21 zu stimmen. Es geht um Treibhausgasreduktionsziele und wäre eine grosse Chance für den Konzern, Verantwortung zu übernehmen und damit Modellcharakter zu beanspruchen.

Der Verwaltungsrat von Shell hat jedoch seinen Aktionären geraten, den Antrag abzulehnen. Aber bei Royal Dutch Shell gibt es offenbar Aktionäre, die sich ihrer Macht bewusst sind…


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«A Hundred Days of Trump»

Wollen Sie wirklich alles lesen, was Ihnen in nächster Zeit über die ersten 100 Tage des derzeitigen amerikanischen Präsidenten vorgesetzt wird? Eben.

Wenn Sie aber einen Artikel lesen wollen, der Ihnen die Fakten und die Analysen in gepflegtem Englisch umfassend präsentiert, empfehle ich Ihnen diesen Beitrag in der renommierten Wochenzeitschrift THE NEW YORKER. Der Autor ist ihr Chefredaktor, Pulitzer-Prize-Gewinner  David Remnick; er lässt bereits im ersten Abschnitt keinen Zweifel daran, dass seine Sicht der Dinge nicht von einem Mitglied eines Trump-Fanclubs stammt:

  • „His Presidency has become the demoralizing daily obsession of anyone concerned with global security, the vitality of the natural world, the national health, constitutionalism, civil rights, criminal justice, a free press, science, public education, and the distinction between fact and its opposite. The hundred-day marker is never an entirely reliable indicator of a four-year term, but it’s worth remembering that Franklin Roosevelt and Barack Obama were among those who came to office at a moment of national crisis and had the discipline, the preparation, and the rigor to set an entirely new course. Impulsive, egocentric, and mendacious, Trump has, in the same span, set fire to the integrity of his office.“

Nehmen Sie sich also etwas Zeit für diese ausgezeichnete Standortbestimmung – wer weiss, wann Sie sie noch brauchen können…


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Scheingefechte oder Showdown?

Am kommenden Freitag, 28. April 2017, könnte sich in der obersten Etage der Credit Suisse einiges ändern – es könnte nämlich sein, dass die „kritische Masse“ an Unzufriedenheit sowohl mit den Geschäften der Bank als auch mit den Verantwortlichen erreicht ist und sich das an der jährlichen Generalversammlung manifestiert.

Könnte, muss aber nicht. Wie in jedem Jahr werden auch 2017 frustrierte, kritikfreudige Einzelaktionäre ihre Unzufriedenheit in langatmigen Beiträgen kundtun. Diese Voten könnten vielleicht als Grundlage einer echten Diskussion über Verluste einerseits und Boni andererseits dienen; sie waren jedoch bisher gegenüber dem Gewicht der Grossaktionären zu wenig wirkungsvoll. Bei den Abstimmungen sind dann jeweils alle Ergebnisse angenommen worden, und bis jetzt haben die Vertreter der grossen Aktienpakete den Verantwortlichen immer Décharge erteilt.

Wie bei jeder grossen Veränderung gibt es aber auch hier eine „kritische Masse“, und die könnte jetzt erreicht sein: In diesem Jahr hat sich die Stiftung ethos im Vorfeld besonders stark für nachhaltige Veränderungen bei der Prestige-Bank eingesetzt…


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Weiterhin „liberaler Handlungsbedarf“ geortet

Bisher ist er nicht gerade durch ein übergrosses Interesse an der Rolle der Frau in unserer Gesellschaft aufgefallen, der eher konservative Schweizer Think Tank «Avenir Suisse», aber an diesem 8. März, dem international beachteten «Tag der Frau», erinnerte er an seine eigene Studie vom Spätherbst 2015 zum Thema «Gleichstellung: Warum der Arbeitsmarkt nicht versagt». Trotz Fortschritten in der Lohnpolitik ortet er aber auch anderthalb Jahre später „weiterhin liberalen Handlungsbedarf“.

„Die Frauen sind in der Schweizer Arbeitswelt auf dem Vormarsch. Seit Jahren steigen ihre Löhne schneller als jene der Männer. Gleichzeitig verfestigt sich aber in der Öffentlichkeit die Überzeugung, dass Unternehmen Frauen diskriminieren, weil ihr Durchschnittslohn noch rund 19% tiefer liegt. Die neue Publikation von Avenir Suisse «Gleichstellung – Warum der Arbeitsmarkt nicht versagt» widerlegt diese Interpretation.“

Mit diesen Sätzen machte der Think Tank die Öffentlichkeit auf seine Studie zur Gleichstellungsproblematik aufmerksam. Diese Studie ist jetzt anderthalb Jahre alt, als Hintergrundinformation aber immer noch aktuell und lesenswert – besonders, da die Verfasser de Studie eben immer noch einen Handlungsbedarf sehen…

 

 


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«Best Practice» am 8. März 2017

Am heutigen 8. März ehrt die Organisation CATALYST* an einem Dinner im New Yorker Hilton Hotel drei Unternehmen, die begriffen haben, was Frauen zum Firmenerfolg beitragen, und diese Erkenntnis beispielhaft umsetzen: 3M, BMO Financial Group und The Rockwell Automation. Sie sind die Gewinner der Bewertungsrunde 2017 und verkörpern Best Practice at its best.

“Die Treppe muss man von oben fegen”, sagt der Volksmund. Und wenn irgend etwas besonders wichtig, besonders komplex oder besonders umstritten ist, spricht man davon, dass man es “zur Chefsache macht”. Vor einem Jahr war es der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau, der am 8. März 2016 für seine Kabinettsbildung (15 Männer, 15 Frauen in allen Schattierungen von «Diversity») geehrt wurde; an der heutigen Preisverleihung sind es drei CEOs, die diese Auszeichnung persönlich entgegennehmen werden. Chefsache, in der Tat – für einmal eine top-down-Vorgehensweise, die Sinn macht und sichtbare Resultate zeitigt.

Wenn Sie mehr wissen wollen, was diese drei Unternehmen in die Gewinner-Kategorie katapultiert hat, klicken Sie hier.

Der ThinkTank FEMALE SHIFT wünscht sich ähnliche Geschichten dieser Art und lädt Sie ein, uns auf diese Unternehmen und Organisationen aufmerksam zu machen, denn auch bei uns sind Unternehmen, die den Wert von «Diversity» erkannt haben, Chefsache.

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*Founded in 1962, Catalyst is the leading nonprofit organization accelerating progress for women through workplace inclusion. With operations in the United States, Canada, Europe, India, Australia, and Japan, and more than 800 supporting organizations, Catalyst is the trusted resource for research, information, and advice about women at work.


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Beängstigend oder belustigend?

MUST SEE

Der Präsident auf der anderen Seite des Atlantiks beschäftigt uns auf verschiedenen Ebenen. Manche sorgen sich zum Beispiel um seine intellektuellen Fähigkeiten.

In diesem Youtube-Beitrag hat David Pakman, amerikanisch-argentinischer Radio- und Fernsehmoderator, offenbar eine gewisse Freude an der Analyse der basic skills des mächtigsten Mannes der Welt, wie zum Beispiel Lesen und Schreiben. Ein Video von 12 Minuten – gleichzeitig belustigend und beängstigend! Sehenswert!

Falls es Sie in diesem Zusammenhang noch interessiert, wie sich der Umgang der kanadischen Polizei mit Delinquenten von dem im Nachbarland USA unterscheidet, können Sie das hier nachlesen. In Kanada setzt man auf Verständnis, Erkenntnis und entsprechende Massnahmen wie zum Beispiel Bildung…


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Die Welt ist aus den Fugen – lässt sich das Chaos noch meistern?

MUST HEAR

Die Befürchtungen, die sich aus den Entwicklungen in den USA sowie der derzeitigen Situation in Europa ergeben, werden von vielen durchaus rationalen Menschen geteilt.

So haben am 28. Februar Alexandra Karle, Mediensprecherin von Amnesty International Schweiz, der Zürcher Philosophie-Professor Georg Kohler und der Genfer Publizist Andreas Zumach, ein hervorragender Kenner und Analytiker dieser Entwicklungen, in der Sendung «Kontext» des Schweizer Radios 2 Kultur debattiert zur Frage “Wie ist wieder mehr Stabilität und Ordnung in die aus den Fugen geratene Welt zu bringen?”.

Andreas Zumach war übrigens einer derjenigen, die vorausgesagt hat, dass nicht Hillary Clinton, sondern ihr republikanischer Kontrahent ins Weisse Haus einziehen würde. In diesem Zusammenhang kommt seinem Fazit am Ende der Sendung eine besondere Bedeutung zu: Er ist überzeugt, dass der 45. Präsident der USA keine vier Jahre im Amt bleiben wird, ABER… Absolut hörenswert!


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