Today

Wir wollen gemeinsam Lösungen erarbeiten – Männer und Frauen auf Augenhöhe. Das heisst für uns, dass wir uns unverzüglich – also Today – an die Arbeit machen müssen.

Today – Tomorrow – Yesterday

Das Einbeziehen von gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen, die wir als «Megatrends» kennen, hilft uns dabei. Viele Überlegungen verwandeln sich in konkrete Projekte, die ihre Zeit brauchen, aber immerhin «Work-in-Progress» sind; es ist uns ein Anliegen, dass die «Ethik» dabei nicht auf der Strecke bleibt.

Was bedeutet das für Sie?
Wir bieten Ihnen Möglichkeiten für einen fruchtbaren Dialog. Wir möchten Ihnen Gelegenheit geben, Ihre Lösungen bekannt zu machen, oder Probleme und Bedürfnisse Ihrer Firma oder Ihrer Branche zur Diskussion zu bringen. Oder vielleicht möchten Sie von unserem Experten-Pool Gebrauch machen, an Veranstaltungen neue Impulse empfangen oder anhand einer Studie neue Erkenntnisse gewinnen. Reden Sie mit uns. Wir wollen neue Wege gehen – zusammen mit Ihnen!

Da Sie nicht alles lesen, sehen oder hören können, werden wir Sie immer wieder auf Produkte aus der Medienwelt aufmerksam machen, die wir als MUST bezeichnen.

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Scheingefechte oder Showdown?

Am kommenden Freitag, 28. April 2017, könnte sich in der obersten Etage der Credit Suisse einiges ändern – es könnte nämlich sein, dass die „kritische Masse“ an Unzufriedenheit sowohl mit den Geschäften der Bank als auch mit den Verantwortlichen erreicht ist und sich das an der jährlichen Generalversammlung manifestiert.

Könnte, muss aber nicht. Wie in jedem Jahr werden auch 2017 frustrierte, kritikfreudige Einzelaktionäre ihre Unzufriedenheit in langatmigen Beiträgen kundtun. Diese Voten könnten vielleicht als Grundlage einer echten Diskussion über Verluste einerseits und Boni andererseits dienen; sie waren jedoch bisher gegenüber dem Gewicht der Grossaktionären zu wenig wirkungsvoll. Bei den Abstimmungen sind dann jeweils alle Ergebnisse angenommen worden, und bis jetzt haben die Vertreter der grossen Aktienpakete den Verantwortlichen immer Décharge erteilt.

Wie bei jeder grossen Veränderung gibt es aber auch hier eine „kritische Masse“, und die könnte jetzt erreicht sein: In diesem Jahr hat sich die Stiftung ethos im Vorfeld besonders stark für nachhaltige Veränderungen bei der Prestige-Bank eingesetzt…


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Weiterhin „liberaler Handlungsbedarf“ geortet

Bisher ist er nicht gerade durch ein übergrosses Interesse an der Rolle der Frau in unserer Gesellschaft aufgefallen, der eher konservative Schweizer Think Tank «Avenir Suisse», aber an diesem 8. März, dem international beachteten «Tag der Frau», erinnerte er an seine eigene Studie vom Spätherbst 2015 zum Thema «Gleichstellung: Warum der Arbeitsmarkt nicht versagt». Trotz Fortschritten in der Lohnpolitik ortet er aber auch anderthalb Jahre später „weiterhin liberalen Handlungsbedarf“.

„Die Frauen sind in der Schweizer Arbeitswelt auf dem Vormarsch. Seit Jahren steigen ihre Löhne schneller als jene der Männer. Gleichzeitig verfestigt sich aber in der Öffentlichkeit die Überzeugung, dass Unternehmen Frauen diskriminieren, weil ihr Durchschnittslohn noch rund 19% tiefer liegt. Die neue Publikation von Avenir Suisse «Gleichstellung – Warum der Arbeitsmarkt nicht versagt» widerlegt diese Interpretation.“

Mit diesen Sätzen machte der Think Tank die Öffentlichkeit auf seine Studie zur Gleichstellungsproblematik aufmerksam. Diese Studie ist jetzt anderthalb Jahre alt, als Hintergrundinformation aber immer noch aktuell und lesenswert – besonders, da die Verfasser de Studie eben immer noch einen Handlungsbedarf sehen…

 

 


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«Best Practice» am 8. März 2017

Am heutigen 8. März ehrt die Organisation CATALYST* an einem Dinner im New Yorker Hilton Hotel drei Unternehmen, die begriffen haben, was Frauen zum Firmenerfolg beitragen, und diese Erkenntnis beispielhaft umsetzen: 3M, BMO Financial Group und The Rockwell Automation. Sie sind die Gewinner der Bewertungsrunde 2017 und verkörpern Best Practice at its best.

“Die Treppe muss man von oben fegen”, sagt der Volksmund. Und wenn irgend etwas besonders wichtig, besonders komplex oder besonders umstritten ist, spricht man davon, dass man es “zur Chefsache macht”. Vor einem Jahr war es der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau, der am 8. März 2016 für seine Kabinettsbildung (15 Männer, 15 Frauen in allen Schattierungen von «Diversity») geehrt wurde; an der heutigen Preisverleihung sind es drei CEOs, die diese Auszeichnung persönlich entgegennehmen werden. Chefsache, in der Tat – für einmal eine top-down-Vorgehensweise, die Sinn macht und sichtbare Resultate zeitigt.

Wenn Sie mehr wissen wollen, was diese drei Unternehmen in die Gewinner-Kategorie katapultiert hat, klicken Sie hier.

Der ThinkTank FEMALE SHIFT wünscht sich ähnliche Geschichten dieser Art und lädt Sie ein, uns auf diese Unternehmen und Organisationen aufmerksam zu machen, denn auch bei uns sind Unternehmen, die den Wert von «Diversity» erkannt haben, Chefsache.

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*Founded in 1962, Catalyst is the leading nonprofit organization accelerating progress for women through workplace inclusion. With operations in the United States, Canada, Europe, India, Australia, and Japan, and more than 800 supporting organizations, Catalyst is the trusted resource for research, information, and advice about women at work.


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Beängstigend oder belustigend?

MUST SEE

Der Präsident auf der anderen Seite des Atlantiks beschäftigt uns auf verschiedenen Ebenen. Manche sorgen sich zum Beispiel um seine intellektuellen Fähigkeiten.

In diesem Youtube-Beitrag hat David Pakman, amerikanisch-argentinischer Radio- und Fernsehmoderator, offenbar eine gewisse Freude an der Analyse der basic skills des mächtigsten Mannes der Welt, wie zum Beispiel Lesen und Schreiben. Ein Video von 12 Minuten – gleichzeitig belustigend und beängstigend! Sehenswert!

Falls es Sie in diesem Zusammenhang noch interessiert, wie sich der Umgang der kanadischen Polizei mit Delinquenten von dem im Nachbarland USA unterscheidet, können Sie das hier nachlesen. In Kanada setzt man auf Verständnis, Erkenntnis und entsprechende Massnahmen wie zum Beispiel Bildung…


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Die Welt ist aus den Fugen – lässt sich das Chaos noch meistern?

MUST HEAR

Die Befürchtungen, die sich aus den Entwicklungen in den USA sowie der derzeitigen Situation in Europa ergeben, werden von vielen durchaus rationalen Menschen geteilt.

So haben am 28. Februar Alexandra Karle, Mediensprecherin von Amnesty International Schweiz, der Zürcher Philosophie-Professor Georg Kohler und der Genfer Publizist Andreas Zumach, ein hervorragender Kenner und Analytiker dieser Entwicklungen, in der Sendung «Kontext» des Schweizer Radios 2 Kultur debattiert zur Frage “Wie ist wieder mehr Stabilität und Ordnung in die aus den Fugen geratene Welt zu bringen?”.

Andreas Zumach war übrigens einer derjenigen, die vorausgesagt hat, dass nicht Hillary Clinton, sondern ihr republikanischer Kontrahent ins Weisse Haus einziehen würde. In diesem Zusammenhang kommt seinem Fazit am Ende der Sendung eine besondere Bedeutung zu: Er ist überzeugt, dass der 45. Präsident der USA keine vier Jahre im Amt bleiben wird, ABER… Absolut hörenswert!


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„Why America is already great“

MUST READ

Zugegeben: Es dürfte Bill Gates und Warren Buffet, zwei der drei reichsten Männer der Welt, schwerfallen, sich in die persönlichen Probleme und Ängste  von “Normalos” zu versetzen.

Andererseits haben sich gerade diese beiden Männer in den letzten Jahren in beeindruckender Weise mit einigen der Grossbaustellen dieser Welt (Armut, Ausbildung, Ernährung u.a.m.) beschäftigt und ihr Interesse an diesen Themen mit grosser Spendefreudigkeit untermauert.

Und sie gehören beide nicht dem Fan-Club des neuen amerikanischen Präsidenten an. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommentatoren sind sie jedoch der Meinung, dass sich die Dinge anders entwickeln werden, als wir befürchten. Das Gespräch im amerikanischen Prestige-Magazin «The Atlantic» beschreibt die Gründe dafür – lassen Sie sich von ihrem Optimismus anstecken?


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Ethos hat ihr 20-Jahr-Jubiläum gefeiert

Anfang Februar konnte die Stiftung Ethos auf zwanzig Jahre erfolgreicher Tätigkeit zurückblicken. Aus diesem Anlass fand eine Feier unter dem Motto «Als Anleger gestalten wir die Welt von morgen» statt, welchem schon der erste Jahresbericht von Ethos 1997 gewidmet war.

Parallel zur Feier im Hotel «Bellevue» in Bern hat Ethos ihre «8 Prinzipien für nachhaltige Anlagen» veröffentlicht.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga fasste den Standpunkt des Bundesrates zu den Rahmenbedingungen für nachhaltige Anlagen in sozial verantwortlichen Unternehmen so zusammen: „Wer wissen will, was ein Unternehmen wert ist, muss auch wissen, wieviel wert dem Unternehmen Menschenrechte und Umwelt sind.“

Mehr zur Jubiläumsfeier sowie die «8 Prinzipien» können Sie hier abrufen.


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Familieneinbezug: Neue Wege beschreiten

Bei grossen gesellschaftlichen Veränderungen braucht es immer das, was man als „kritische Masse“ bezeichnet: den Punkt, ab dem eine Entwicklung irreversibel wird oder sich die Waagschale in Richtung „Change“ senkt. Bei der Lösung der allermeisten Probleme ist das der Punkt, an dem gewisse Dinge, die zuvor undenkbar, unvorstellbar oder geradezu lächerlich erschienen, plötzlich akzeptabel werden.

Wer hätte vor zehn Jahren oder noch vor fünf Jahren gedacht, dass ein deutscher Aussenminister seine vierjährige Tochter, zusammen mit seiner schwangeren Frau, an seine Vereidigung mitnähme? Eben. Aber warum eigentlich nicht?

  • Formel-1-Star Nico Rosberg beendet seine vielversprechende Karriere  im Alter von 31 Jahren freiwillig: Er hat die Spitze erreicht und möchte sich jetzt vermehrt seiner Familie widmen.
  • Prince William gibt seine Aktivitäten als Rettungshubschrauber-Pilot nach 18 Monaten auf, um einerseits vermehrt seine Pflichten als Thronfolger in spe wahrzunehmen, andererseits aber auch, um mehr Zeit in London zu verbringen, wo seine Familie ist und sein Sohn eingeschult wird.
  • Der ehemalige Google-CFO Patrick Pichette hat im August 2015 in einem offenen Brief die Gründe dargelegt für sein freiwilliges Ausscheiden aus einem Job, den er gerne gemacht hat: Den Anstoss dazu hatte seine Frau gegeben, mit der er bereits 25 Jahre verheiratet war und mit der er nun, da die Kinder aus dem Haus waren, mehr Zeit verbringen wollte.

Und die «didacta», die wichtige Bildungsmesse (Stuttgart, 14.-18. Februar 2017) wartet mit einer Neuerung auf: Erstmals wird es am Samstag, 18. Februar, den Familientag „Abenteuer Bildung“ geben. Er soll den Dialog zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften beleuchten. In verschiedenen Vorträgen und Mitmach-Aktionen fördert der Aktionstag den Austausch zwischen Experten, Eltern sowie Kindern und bringt so alle Beteiligten, die bei der Entwicklung der Kinder mitwirken, zusammen.

Zufall, dass sich in so verschiedenen, aber aussagekräftigen Fällen eine Entwicklung zugunsten der Familie zeigt? Oder beginnt die Waagschale, sich sichtbar in Richtung „Change“ zu neigen?


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Neue Ansätze, neue Katalysatoren, neue Arbeitsmodelle

Gleich drei Stellungnahmen von Männern, die sich mit dem Megatrend «Female Shift» und den daraus entstehenden Konsequenzen für Männer, für Paare und für Familien beschäftigt haben:

Volker Baisch, Gründer der «Väter GmbH», sieht die Notwendigkeit für mehr Modelle in Bezug auf Aufteilung von häuslichen und ausserhäuslichen Tätigkeiten:

  • Die Diskussion sollte um partnerschaftliche Aushandlungsprozesse erweitert werden.
  • Junge Chefs, die ein Double-Career-Modell mit der Partnerin leben, sind Katalysatoren.
  • Die Männer müssen mutiger für ihre Interessen kämpfen, die Firmen flexibler werden.

Viele junge Eltern wollen ein Familienmodell, in dem beide Elternteile gleichermassen für Haushalt, Kinder und Geldverdienen zuständig sind – das hat die aktuellste Studie des «Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung» (WZB) vor kurzem wieder bestätigt: „35 Prozent der Mütter und sogar 42 Prozent der Väter würden sich die Arbeit zu Hause und im Büro sogar am liebsten annähernd paritätisch aufteilen.“ Die Väter wünschen sich fast durch die Bank mehr Zeit für die Familie. Mehr


„Männer sind weder Verlierer noch Opfer, und sie sollten sich auch nicht dazu machen lassen. [—] Uns Männern bieten sich heute so viele Möglichkeiten wie nie zuvor in der Geschichte der Geschlechterbeziehung.“

Der Schweizer NZZ-Journalist Patrick Imhasly, als Vater von zwei Kindern selbst jemand, der den Balanceakt zwischen ausserhäuslicher und familienbezogener Tätigkeit lebt, versucht, seine Geschlechtsgenossen aus der Opferrolle herauszuholen. Sein partnerschaftliches Denken und sein Plädoyer für eine realistischere Einstellung gipfeln in der aus tiefsten Herzen kommenden Feststellung: Männer, unsere beste Zeit ist – jetzt.


Im September 2016 hat die «ZEIT» eine Serie «Der neue Mann» begonnen; der erste Beitrag dazu, geschrieben von Daniel Erk, wurde unter dem vielsagenden Titel Ein Leben auf dem Streckbrett veröffentlicht. Der Verfasser beginnt seine Reflexion so: „Es war einer der vielen Momente in den vergangenen Jahren, in denen ich dachte: Vielleicht sind die Männer in den letzten 2000 Jahren einfach nur fabelhaft verarscht worden. Vielleicht war es in der Höhle, auf dem Hof, in der Stube immer schon besser als auf der Jagd, dem Feld und in der Fabrikhalle. Und vielleicht sollte ich den ganzen Krempel mit dem Ehrgeiz, der Karriere und dem Geld lächelnd anderen überlassen, stattdessen Risotto kochen, Muffins backen, zum Kinderbauernhof fahren und Esel streicheln.“

Nein, sollte er nicht. Jedenfalls nicht ausschliesslich. Wie so oft liegt der wirkliche Balanceakt nämlich nicht im Entweder/oder, sondern im Sowohl/als auch. Beides ist wichtig, im Haus und ausser Haus, für beide Partner, wahrscheinlich aber zu verschiedenen Zeiten. Das Austarieren, wer sich in einer Familie wann um welche Aufgaben kümmert, dürfte eine der spannendsten Herausforderungen für die nächste Generation sein – und ist zur Zeit eine unserer «Baustellen» – ein echter Fall von «Work-in-Progress». Wie Daniel Erk selbst vermutet: „Vielleicht ist das ein Teil der Lösung: weniger an sich denken. Weniger über Männer und Frauen nachdenken. Sondern mehr über gemeinsame Interessen. Und Aufgaben.“


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Der Blick auf das, was uns verbindet

Der «March on Washington» ist in mehr als einer Hinsicht bemerkenswert, und viel ist bereits darüber geschrieben und geredet worden. Dass er überhaupt stattgefunden hat, dass er an so vielen anderen Orten solidarisch mitgestaltet worden ist und dass sich prominente Frauen wie Scarlett Johansson, Madonna oder Emma Stone eingemischt haben – all das und viele andere Zeichen könnten auf einen neuen Aufbruch hindeuten.

Wenn man in Betracht zieht, dass eine stattliche Anzahl von Männern diesen Marsch auf die eine oder andere Art unterstützt hat, ist das ein weiteres ermutigendes Zeichen. Sie bestätigen auf ihre Weise, dass es keine so genannten „Frauenfragen“ gibt: All das, was als Frauenfrage etikettiert worden ist, betrifft Notstände,Veränderungen  oder Entwicklungen, die gesamtgesellschaftlich betrachtet werden müssen. Die Männer, die zusammen mit weiblichen Familienmitgliedern auf dem „Pink Flight“ der Alaska Airlines nach Washington geflogen sind, haben Signalwirkung: Es bahnen sich grosse Änderungen an, die sich auch in kleinen Zeichen manifestieren.

Dies war ja keinesfalls der erste Marsch, den Frauen als Protest organisiert haben. Da gibt es bereits eine Tradition – sehen Sie selbst, inwieweit sich diese Protestmärsche gelohnt haben…


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