Ein Abend voller Perspektiven, Begegnungen und Verantwortung
Der Abend im Hotel Zürichberg hat gezeigt, wie wichtig reale Begegnungsräume in einer Zeit sind, die von Beschleunigung und zunehmender Komplexität geprägt ist. Die Geschichte des Hauses – einst von der Genossenschaft Zürcher Frauenverein als alkoholfreies Etablissement gegründet und später architektonisch mehrfach weiterentwickelt – erinnerte daran, wie Orte Orientierung schaffen und gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln.
Die Beiträge von Prof. em. Marianne Burkhalter, Silke Humbert, Angela Tauro und Dr. Christoph Nabholz sowie die Moderation durch Senem Wicki gaben dem Abend eine vielfältige inhaltliche Tiefe und unterschiedliche Perspektiven auf die Rolle von Räumen, Verantwortung und gesellschaftlichem Wandel.
In der Diskussion wurde deutlich, dass Räume nicht nur Infrastruktur sind, sondern soziale Möglichkeiten eröffnen: Sie prägen, wie wir miteinander umgehen, wie wir Konflikte aushalten und wie wir Verantwortung übernehmen – sei es in Vereinen, Organisationen oder im Alltag. Gleichzeitig stellte sich die Frage, ob die häufig diagnostizierte gesellschaftliche Fragmentierung tatsächlich stärker wird oder ob es vielmehr die Dynamiken sozialer Medien sind, die extreme Positionen sichtbarer erscheinen lassen.
Beispiele aus der Architektur – von jungen Architektinnen in Mexiko bis hin zu internationalen Stadtplanungsansätzen wie den „Potato Maps“ zeigten, wie Gestaltung neue Formen des Zusammenlebens ermöglicht. Ebenso wurde diskutiert, wie sich Ansprüche an Gastronomie, Finanzierung und Arbeitskultur verändern und was dies für gastfreundliche Orte bedeutet.
Während des Rundgangs durch das Haus und beim anschliessenden feinen Abendessen konnten die Teilnehmenden die besondere Atmosphäre des Hotels Zürichberg erleben und kamen miteinander in einen bereichernden Austausch.
Ein zentrales Fazit des Abends:
Begegnung braucht Räume – bewusst gestaltet, offen, vielfältig, und mit dem klaren Willen, Austausch zu ermöglichen statt ihm auszuweichen.
Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für die wertvollen Perspektiven und der Genossenschaft Zürcher Frauenverein für die grosszügige Unterstützung.
ThinkTank FemaleShift










